Diese Webseite verwendet Cookies und Webanalyse-Tools. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Neben den technisch, fundamentalen Cookies hast du die Möglichkeit der Nutzung weiterer Cookies zu widersprechen.


Datenschutzeinstellungen

Newsblog

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit ist das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, das eigene Leben positiv zu beeinflussen und Probleme zu überwinden. Emotional ist dieses Empfinden oft verknüpft mit der Sinnfrage. Wer sich als wirksam erlebt, hat weniger Selbstzweifel und ist mit seinen Aufgaben zufrieden. Die Selbstwirksamkeit unserer Teilnehmer*innen zu erhöhen, ist eine zentrale Aufgabe der sozialen Arbeit, damit sie langfristig ein schöneres Leben führen.

Demgegenüber steht die erlernte Hilflosigkeit, die bei Personen einsetzt, die sehr viel Unterstützung erhalten, aber nicht darin bestärkt werden, möglichst viel eigenständig zu schaffen. Was für den einzelnen möglich ist, bedarf also immer wieder der individuellen Abstimmung und kann stark schwanken. Vor allem, wenn die Teilnehmer*innen noch keine positive Routine entwickelt haben. Wir sollten als Begleiter*innen also eher Selbständigkeit unterstützen, als Aufgaben zu übernehmen. Wenn aber wichtige Fristen ablaufen, wie zum Beispiel bei Mahnungen zu Mietschulden, gerät dieses Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe schnell unter Druck. Soll ich als Sozialarbeiter*in übernehmen oder abwarten, ob die betreute Person tatsächlich selbst rechtzeitig eine Ratenzahlung verhandelt? Teaminterne Fallbesprechungen und Supervision sind daher wichtig, um diese Frage zu beantworten und um immer wieder das richtige Maß zu finden.

Im Jobcoaching erleben wir häufig, dass die Leute ihre berufliche Entwicklung aus der Hand geben und abwarten, was das Jobcenter vorschlägt oder fordert. Viele Elemente können helfen, um die Selbstwirksamkeit bei der Jobsuche zu steigern. Die Ideen der Teilnehmer*innen zu fördern, ist wichtig, ihre Wünsche zu berücksichtigen und herauszufinden, wofür sie sich begeistern, ist zentral. Hinzu kommt ein sanftes Steuern zwischen Realität und Wunschdenken, wobei die Teilnehmer*innen immer selber herausfinden sollten, was funktioniert und was nicht.

Das kontrollierte Scheitern einer Idee ist immer noch besser als das Verharren in einem Luftschloss, nur weil man sich den Fakten nicht stellen möchte. Das gemeinsame Recherchieren aller Kosten und Notwendigkeiten eines beruflichen Vorhabens ist daher ein guter Weg, damit Teilnehmer*innen sich von überzogenen Vorstellungen verabschieden können. Wer seine Selbstwirksamkeit positiv erleben möchte, muss auch die Grenzen kennen. Die richtigen Schritte in der Beratung gut abzumessen, so das Herausforderungen spannend, aber nicht überwältigend wirken, ist ein wichtiger Bestandteil den Sozialarbeiter*innen leisten können.

Weitere interessante Blogeinträge:

Alle Blogeinträge
Logo ESF