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Was ist eigentlich Empowerment?

Was ist eigentlich Empowerment?

Was ist eigentlich Empowerment?

Wir reden gerne von Hilfe zur Selbsthilfe, wenn es darum geht, Menschen möglichst nachhaltig zu unterstützen. Der englische Begriff zu diesem Ansatz - Empowerment - tanzt durch alle Disziplinen: Politik, Soziales, Psychologie, Coaching. Von der Ermächtigung des Einzelnen bis hin zu Befreiung gesellschaftlicher Schichten von Bevormundung – der Begriff findet vielfach Verwendung.

Mit Empowerment, was als Ermächtigung, aber auch als Übertragung von Verantwortung übersetzt werden kann, bezeichnet man laut Wikipedia Strategien und Maßnahmen, die den Grad an Selbstbestimmung im Leben von Menschen oder Gemeinschaften erhöhen sollen. Menschen sollen durch Empowerment wieder in der Lage sein, ihre Interessen eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten.

Zum Ursprung: In den 80er Jahren entwickelte sich das Konzept der Gemeindepsychologie. Nachdem in der Hippie-Ära der Trend zur individuellen Therapie massentauglich wurde, suchte man eine akademische Alternative, um nicht alle Probleme immer einem der tiefenpsychologischen Ichs zuordnen zu müssen.

Die Gemeindepsychologie untersucht die Ungleichheiten zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Der Stresslevel eines alleinerziehenden Geringverdieners wird therapeutisch nicht nur ihm persönlich zugeschrieben, sondern betrachtet die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Psychologe Julian Rappaport ist ein bekannter Vertreter dieser Forschungsrichtung. Er prägte den Begriff des Empowerments in seiner Doktorarbeit. Er empfiehlt die Ermächtigung sozial schwacher Bevölkerungsgruppen, statt sie mit gut gemeinten Präventivmaßnahmen zu bevormunden.

Im Coaching und in der sozialen Arbeit steht die ressourcenorientierte Beratung im Vordergrund, die auch eine Form der Ermächtigung ist. Es wird nicht an den Schwächen des Klienten herumgedoktert. Stattdessen wird hervorgehoben, welche Stärken und Hilfsangebote bereits zur Verfügung stehen oder aktiviert werden können. Das sind Talente und Kompetenzen des Klienten oder Hilfsangebote aus seiner Umgebung, die brach liegen.

In unserem Alltag bedeutet das häufig, die ersten Schritte zu zeigen, gemeinsam zu starten und positive Vorbilder anzubieten, damit die Klienten ihr Selbstbewusstsein Stück für Stück zurückgewinnen und immer mehr selber erledigen. Sei es die Klärung von Schulden, das nächste Bewerbungsschreiben oder ein klärendes Telefonat mit der Behörde.

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